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FAQ Klimaneutral fahren

Bei der Weltklimakonferenz in Paris im Jahr 2015 stimmten die 195 teilnehmenden Staaten einstimmig für die Bekämpfung des Klimawandels. Der damit verbundene Klimaschutz ist mehr als nur eine Aufgabe der Politik oder Gesellschaft, als globale Herausforderung verlangt er das Zutun jedes Einzelnen. Der Wirtschaft und den dahinterstehenden Unternehmen kommt im Kampf gegen den Klimawandel eine entscheidende Rolle zu. Die im Rahmen der geschäftlichen Tätigkeiten entstehenden Emissionen müssen wo immer möglich reduziert und wenn nicht anders möglich kompensiert werden.

Jeder Mensch auf dieser Welt verursacht CO2-Emissionen und hinterlässt einen sogenannten CO2-Fußabdruck oder Carbon Footprint, der einen Gesamtbetrag von erzeugten Kohlenstoff-Emissionen durch Wohn-, Ernährungs-, Konsum- und Mobilitätsverhalten und der Verbrennung von fossilen Energieträgern angibt.

Doch auch Unternehmen verursachen CO2-Emissionen durch Produktionsprozesse, Strom- und Heizbedarf, Geschäftsreisen oder Papierverbrauch, die den Treibhauseffekt weiter verstärken. Weiter ist der CO2-Fußabdruck eines Produkts die Summe der CO2-Emissionen, die ein Produkt mit Rohstoffen, Herstellung und Nutzungsphase bis zur Entsorgung verursacht. Bei Treibstoffen der OMV ist hier in erster Linie die Verbrennung des Benzins oder Diesels relevant, da hier die meisten Emissionen entstehen.

CO2 ist, so wie Methan und Lachgas, ein Treibhausgas. Es absorbiert die Wärmestrahlung, die von der Sonne ausgeht und von der Erdoberfläche reflektiert wird, und wirft sie auf die Erde zurück. Je mehr Treibhausgase sich in der Atmosphäre befinden, desto höher wird die Temperatur. Deswegen ist eine effektive Maßnahme gegen den Klimawandel, CO2 einzusparen, was jedoch besonders in der Wirtschaft eine Herausforderung darstellt.

Klimaneutral sind Unternehmen, Prozesse und Produkte, deren CO2-Emissionen berechnet und durch Unterstützung international anerkannter Klimaschutzprojekte ausgeglichen wurden. Der Ausgleich von CO2-Emissionen ist neben Vermeidung und Reduktion ein weiterer wichtiger Schritt im ganzheitlichen Klimaschutz. Diese Methode wurde erstmals auf der Kyoto-Konferenz 1997 beschlossen und ist seitdem weiterentwickelt und verbessert worden.

Grundsätzlich lassen sich nicht alle Fahrten vermeiden. Somit entsteht mit jedem gefahrenen Kilometer Ihres Fahrzeuges CO2, das in die Atmosphäre abgegeben wird und zur globalen Erwärmung beiträgt. Um Ihrem Unternehmen die Möglichkeit zu geben, klimaschonender zu fahren, bieten wir Ihnen klimaneutrale Treibstoffe an.

Mit dem Label „klimaneutral fahren“ bekennen Sie sich zum Klimaschutz und erhöhen die Glaubwürdigkeit Ihrer Nachhaltigkeitsstrategie. Die auftragsbezogene ID-Nummer gewährleistet transparente Kommunikation. Informationen zur Kennzeichnung klimaneutraler Produkte finden Sie im Label-Guide unseres Partners ClimatePartner. 

Tätigkeiten, die unvermeidbar zu Treibhausgasemissionen führen, können im Sinne des Umweltschutzes kompensiert werden. Der Ausgleich von CO2-Emissionen ist neben Vermeidung und Reduktion ein weiterer wichtiger Schritt im ganzheitlichen Klimaschutz. Treibhausgase wie CO2 verteilen sich gleichmäßig in der Atmosphäre, die Treibhausgaskonzentration ist somit überall auf der Erde in etwa gleich. Deshalb ist es für die globale Treibhausgaskonzentration und den Treibhauseffekt unerheblich, an welchem Ort auf der Erde Emissionen verursacht oder vermieden werden. Emissionen, die lokal nicht vermieden werden können, können deshalb durch ein Klimaschutzprojekt an einem anderen Ort ausgeglichen werden.

Klimaschutzprojekte sparen nachweislich Treibhausgase ein und leisten einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung der globalen Erwärmung. Zusätzlich fördern sie eine nachhaltige Entwicklung in den Projektländern, zum Beispiel durch die Verbesserung der Versorgung mit sauberem Trinkwasser, den Ausbau der lokalen Infrastruktur, die Schaffung von Arbeitsplätzen oder den Schutz der Biodiversität.

Einen weltweit anerkannten Maßstab, um diese positiven Effekte zu messen, bieten die Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen. Diese 17 Ziele umfassen etwa die Bekämpfung von Armut und Hunger, die Förderung von Bildung oder die weltweite Verbreitung sauberer und erschwinglicher Energie. Jedes Klimaschutzprojekt aus dem Portfolio der OMV trägt zu mehreren dieser Ziele bei. Um diesen Effekt sichtbar zu machen, weist ClimatePartner den Beitrag einzelner Projekte zu den verschiedenen SDGs bei jedem Projekt aus. Dadurch können Sie nachvollziehen, welche weiteren Ziele die Projekte neben dem Klimaschutz unterstützen. Bei manchen Projekten ist der Zusatzbeitrag so groß, dass es sich im Kern eigentlich um Entwicklungsprojekte mit Klimaschutzwirkung handelt – und nicht umgekehrt.

Alle Klimaschutzprojekte müssen neben der Emissionseinsparung vier grundlegende Kriterien erfüllen: Zusätzlichkeit, Ausschluss von Doppelzählungen, Dauerhaftigkeit und Überprüfung durch unabhängige Dritte.

Um die Einhaltung der Kriterien nachzuweisen, werden die Projekte nach strengen Kriterien zertifiziert und geprüft, zum Beispiel nach dem Gold Standard oder dem Verified Carbon Standard (VCS). Dadurch wird die Klimaschutzwirkung der Projekte sichergestellt und regelmäßig bestätigt. Eine der wichtigsten Anforderung ist, dass die Projekte tatsächlich zusätzliche Klimaschutzmaßnahmen sind und dass der Beitrag zur CO2-Reduktion in der Atmosphäre klar messbar ist. Folgende Kriterien müssen von Projekten erfüllt werden, damit sie als Klimaschutzprojekt anerkannt werden:

  • Zusätzlichkeit
    Es muss sichergestellt sein, dass ein Projekt nur deshalb umgesetzt wird, weil es eine zusätzliche Finanzierung durch den Emissionshandel erhält. Das Projekt muss also auf Erlöse aus dem Emissionshandel zur Deckung des Finanzierungsbedarfs angewiesen sein und diesen Bedarf nachweisen können. Projekte, die ohnehin wirtschaftlich sind und auch ohne diese Erlöse realisiert würden, erfüllen das Kriterium nicht und können nicht für den Ausgleich von CO2-Emissionen genutzt werden.
     
  • Ausschluss von Doppelzählungen
    Es muss sichergestellt werden, dass die CO2-Einsparung nicht bereits an anderer Stelle angerechnet wird. Zum Beispiel kann eine Solaranlage, deren Strom als Ökostrom vermarktet wird, nicht als Klimaschutzprojekt genutzt werden, weil die positive Klimawirkung schon dem Strom zugeschrieben wird. Zudem muss im Prozess der Klimaneutralstellung garantiert werden, dass die eingesparten CO2-Emissionen nur einmalig für den Ausgleich von CO2-Emissionen genutzt und die entsprechenden Zertifikate stillgelegt werden.
     
  • Dauerhaftigkeit
    Die Emissionseinsparungen müssen dauerhaft erfolgen. Dieses Kriterium ist besonders für Aufforstungs- und Waldschutzprojekte wichtig. Bei diesen Projekten muss gesichert werden, dass die Waldflächen über einen gewissen Zeitraum bestehen bleiben. Eine Waldfläche, die nach wenigen Jahren durch Brandrodung wieder in eine Viehweide verwandelt wird, darf nicht als Klimaschutzprojekt anerkannt werden.
     
  • Regelmäßige Überprüfung durch unabhängige Dritte
    Klimaschutzprojekte müssen in allen genannten Kriterien in regelmäßigen Abständen durch unabhängige Dritte überprüft werden. Sie überwachen die Einhaltung der jeweiligen Standards und stellen die tatsächlich eingesparte CO2-Menge rückwirkend fest. Zu den Projekten werden deshalb regelmäßig Fortschrittsberichte erstellt.

Sie benötigen mehr Informationen und Hintergrundwissen? ClimatePartner beschreibt die Funktionsweise und die Vorteile von Klimaschutzprojekten.

Klimaschutz ist keine regionale Angelegenheit, sondern eine Frage der globalen Balance. CO2, das ausgestoßen wird, bleibt nicht an Ort und Stelle, sondern verteilt sich weltweit. Obwohl die 28 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union mit einem Anteil von 8,8 Prozent der drittgrößte Verursacher von Treibhausgasen sind, sind andererseits viele Länder außerhalb Europas viel mehr und viel früher von der globalen Erwärmung betroffen. Um auf globaler Ebene etwas für den Klimaschutz zu tun, sollten neue umweltschonende Technologien nicht nur in modernen Industriestaaten, sondern auch in Entwicklungs- und Schwellenländern zum Einsatz kommen.

Neben dem klar messbaren Klimaschutz durch Kompensation von CO2 tragen Klimaschutzprojekte  darüber hinaus auch zur nachhaltigen Entwicklung der jeweiligen Region bei, zum Beispiel durch Schaffung von Arbeitsplätzen, Verbesserung der lokalen Infrastruktur, Erhalt der Biodiversität, etc. Ein global akzeptierter Standard zur Messung solcher positiven Effekte sind die 17 Sustainability Development Goals der UN. Diese Ziele umfassen sowohl Ausbildung als auch den Kampf gegen Armut und Hunger sowie vieles weitere.

Die Zertifizierung eines Projektes als Klimaschutzprojekt setzt zwingend voraus, dass die vier beschriebenen Kriterien für Klimaschutzprojekte (Zusätzlichkeit, keine Doppelzählung von Einsparungen, dauerhafte Einsparung, unabhängige Prüfung) erfüllt werden.

Bei Projekten in der EU stellen insbesondere die Kriterien der Zusätzlichkeit und der Doppelzählung eine hohe Hürde für Projekte dar:

Das Kriterium der Zusätzlichkeit ist bei vielen Projekten in der EU deshalb nicht gegeben, weil bereits diverse Förderprogramme für den Ausbau erneuerbarer Energien oder die Steigerung von Energieeffizienz existieren, die dafür sorgen, dass diese Projekte wirtschaftlich attraktiv sind.

Das Kriterium der Doppelzählung kann nur dann erfüllt werden, wenn sichergestellt wird, dass die Einsparung, die ein Projekt erzielt, nicht bereits an anderer Stelle angerechnet wird. Einsparungen, die in der EU erzielt werden, wirken sich in der Regel direkt positiv auf die nationale Treibhausgasbilanz eines Landes aus und tragen damit zur Erreichung der Klimaziele des jeweiligen Landes und der EU bei. Sie können deshalb nicht als zusätzliche Einsparung für den CO2-Ausgleich im Rahmen des freiwilligen Klimaschutzes zertifiziert werden.

OMV und ClimatePartner haben ein Portfolio mit unterschiedlichen international anerkannten und zertifizierten Klimaschutzprojekten ausgewählt. Die nach internationalen Standards geprüften und zertifizierten Projekte sparen nachweislich CO2 ein. Zusätzliche Sicherheit garantiert Ihnen der TÜV-Austria-zertifizierte Prozess von ClimatePartner für den Ausgleich der CO2-Emissionen. 

OMV hat sich für einen der führenden Lösungsanbieter im Klimaschutz für Unternehmen und damit einen renommierten und erfahren Partner entschieden, die Firma ClimatePartner (www.climatepartner.com). ClimatePartner wurde 2006 in München gegründet, hat heute 50 Mitarbeiter in München, Berlin, Wien, Zürich und Jerewan und arbeitet mit 1.500 Unternehmen in 30 Ländern zusammen.

Für OMV ausschlaggebend waren die langjährige Erfahrung und die durch ClimatePartner gewährleistete Transparenz aller Prozesse und Projekte sowie die individuelle Beratung und Unterstützung.

Beziehen Sie Treibstoffe über Ihre OMV Tankkarte, wird auf Basis der folgenden Emissionsfaktoren* der jeweilige CO2-Ausstoß berechnet:

  • Diesel 2,696 kg CO2 / Liter
  • Benzin 2,318 kg CO2 / Liter

Den somit errechneten CO2-Ausstoß Ihres Treibstoffverbrauches können Sie über das OMV Klimaschutzprojekt-Portfolio ausgleichen. Es ergibt sich der folgende Preis für Klimaneutralität pro Liter Treibstoff:

  • Diesel 0,50 ct / Liter
  • Benzin 0,44 ct / Liter

*Aufgrund des hohen Grads an Legitimation bezieht sich OMV bei den CO2-Werten auf die Berechnung von IPCC (auch: Weltklimarat). IPCC ist eine Institution der Vereinten Nationen mit 195 Mitgliedsländern, die Forschungsergebnisse zum Klimawandel aus wissenschaftlicher Sicht bewertet.

Durch unseren Beitrag stellen wir klimaneutralen Kraftstoff bereit und wollen so dem Klimawandel entgegensteuern. Die OMV generiert keine Gewinne aus diesem Projekt, außer dem Zugewinn einer Zertifizierung für klimaneutrale Kraftstoffe.

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