PFAS Ombudsstelle Tanklager St. Valentin
Im Umfeld nördlich des OMV Tanklagers St. Valentin wurden in Abstimmung mit der Bezirkshauptmannschaft Amstetten, den zuständigen Fachstellen sowie den Gemeinden St. Valentin, St. Pantaleon-Erla und Ennsdorf vorsorgliche Grundwasseruntersuchungen durchgeführt.
PFAS wurden weder im Tanklager St. Valentin noch innerhalb der OMV im Produktionsprozess benutzt oder produziert. Es wurden in der Vergangenheit allerdings PFAS-haltige Löschschäume gemäß ihrer Zulassung eingesetzt.
Die Untersuchungen der OMV beziehen sich auf Grundwasser und private Hausbrunnen. Das öffentliche Leitungswasser ist nicht Gegenstand dieser OMV Untersuchungen. OMV ist nicht Betreiberin der kommunalen Trinkwassernetze; verbindliche Auskünfte zum Leitungswasser erteilen die jeweiligen Gemeinden beziehungsweise Wasserversorger.
Ergebnis der im August 2026 durchgeführten Grundwassererhebung | nördlich des Tanklagers St. Valentin nach Ortsteilen
Für uns hat der Grundwasserschutz höchste Priorität! Deshalb orientieren wir uns bei der PFAS-Bewertung an den Anforderungen, die für Trinkwasser gelten.
Österreichische Trinkwasserverordnung seit 12. Jänner 2026:
Bezüglich PFAS darf der Grenzwert von 100 Nanogramm/Liter nicht überschritten werden.
| Gemeinde | Ortsteil | PFAS Trinkwasser-Grenzwert |
| St. Valentin | Rems Raad | Alle Proben: Keine Überschreitungen |
| St. Pantaleon - Erla | Albing Marksee Wagram | Alle Proben: Keine Überschreitungen |
| Arthof | Bei einer Probe: Überschreitung um das 1,1-fache | |
| Pyburg Alt-Pyburg Springsfield Neu-Arthof | Bei mehreren Proben: Überschreitung bis zum 4,5-fachen | |
| Ennsdorf | Windpassing | Bei mehreren Proben: Überschreitung bis zum 4,5-fachen |
PFAS: Fragen und Antworten
PFAS ist die Abkürzung für per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen. Diese Stoffgruppe wurde aufgrund ihrer technischen Eigenschaften in vielen Bereichen eingesetzt, unter anderem auch in bestimmten Feuerlöschschäumen. PFAS bauen sich in der Umwelt nur sehr langsam ab. Deshalb werden sie heute besonders genau untersucht und strenger reguliert.
Für uns hat der Schutz des Grundwassers höchste Priorität. Deshalb orientieren wir uns bei der Bewertung von PFAS an den Anforderungen, die für Trinkwasser gelten.
In den Ortsteilen Windpassing, Neu-Arthof, Pyburg, Alt-Pyburg und Springsfeld wurden im Grundwasser Überschreitungen des PFAS-Grenzwertes für Trinkwasser bis zum 4,5-fachen festgestellt.
In Arthof wurde im Grundwasser eine einzelne ca. 1,1-fache Überschreitung des PFAS-Grenzwertes für Trinkwasser festgestellt.
Ziel ist es, die Situation vor Ort auf einer verlässlichen Datenbasis zu erfassen, auszuwerten und die nächsten Schritte gemeinsam mit der Bezirkshauptmannschaft Amstetten, den zuständigen Fachstellen und den Gemeinden festzulegen.
PFAS wurden weder im Tanklager St. Valentin noch innerhalb der OMV im Produktionsprozess benutzt oder produziert. Es wurden in der Vergangenheit allerdings PFAS-haltige Löschschäume gemäß ihrer Zulassung eingesetzt.
Nein. Die OMV-Untersuchungen beziehen sich auf Grundwasser und private Hausbrunnen. Das öffentliche Leitungswasser ist nicht Gegenstand dieser Untersuchungen. OMV ist nicht Betreiberin der kommunalen Trinkwassernetze und kann daher keine eigenen verbindlichen Aussagen zu deren Messwerten treffen.
Ein Prüf- und Sondierungsbereich ist ein vorsorglich betrachteter Bereich, in dem zusätzliche Informationen gesammelt werden. Er bedeutet nicht, dass dieses Gebiet bereits als betroffen gilt. Die genaue Abgrenzung lässt sich erst festlegen, wenn weitere Daten und Auswertungen vorliegen.
Eine Kontaktaufnahme bedeutet nicht, dass Ihr Grundstück oder Ihr Brunnen betroffen ist. Sie dient dazu, ein vollständigeres Bild der örtlichen Grundwassersituation zu erhalten.
Wenn Sie nicht kontaktiert werden, müssen Sie derzeit nichts weiter tun. Sollten Sie dennoch konkrete Fragen haben, können Sie sich an die Ombudsstelle wenden.
Zuerst wird erfasst, ob ein Brunnen besteht. Danach wird festgehalten, wie er genutzt wird und ob eine Probenahme sinnvoll erscheint. Eine allfällige Probenahme erfolgt nur nach vorheriger Zustimmung.
Die Probenahmen erfolgen stichprobenartig, kostenlos und NUR nach vorheriger Zustimmung der jeweiligen Hausbesitzer:innen.
Die Kontaktaufnahme und Probenahme erfolgt durch Mitarbeiter:innen der OMV oder durch von OMV beauftragte Fachpersonen. Alle Personen können sich ausweisen.
Die Proben müssen fachlich ausgewertet und mit den zuständigen Stellen eingeordnet werden. Erst danach wird festgelegt, ob, wo und in welcher Form weitere Schritte oder Unterstützung durch OMV erforderlich sind. Die Bevölkerung wird über den weiteren Stand regelmäßig informiert.
Für Haushalte mit Anschluss an das öffentliche Trinkwassernetz ändert sich durch die aktuelle Erhebung nichts bei der Verwendung von Leitungswasser.
Eine pauschale Nutzungseinschränkung für ganze Gemeinden oder Ortsteile wird mit dem derzeitigen Stand dieser Information nicht ausgesprochen. Bei Unsicherheit können Sie sich an die Ombudsstelle wenden. Aktuell werden vorsorgliche Erhebungen durchgeführt.
Ja. Es werden aktuell Untersuchungen des Grundwassers auf mögliche erhöhte PFAS Konzentrationen durchgeführt.
Weil die aktuelle Datenlage zunächst fachlich verdichtet werden muss. Eine zu frühe Festlegung könnte Grundstücke oder Ortsteile falsch einordnen. Deshalb werden zunächst weitere Erhebungen durchgeführt und die Ergebnisse mit den zuständigen Stellen bewertet.
Sollten weitere erhöhte Werte festgestellt werden, werden diese fachlich bewertet und mit der Bezirkshauptmannschaft Amstetten, den zuständigen Fachstellen und den Gemeinden abgestimmt. Danach wird entschieden, welche weiteren Untersuchungen, Maßnahmen oder Unterstützungen erforderlich sind.
Die weiteren Schritte erfolgen in enger Abstimmung mit der Bezirkshauptmannschaft Amstetten, den zuständigen Fachstellen und den Gemeinden St. Valentin, Ennsdorf und St. Pantaleon-Erla. Ziel ist ein gemeinsames, nachvollziehbares und fachlich abgestimmtes Vorgehen.
Die Nutzer:innen der beprobten Brunnen erhalten ihre individuellen Ergebnisse direkt. Zusätzlich informiert OMV auf dieser Seite über den aktuellen Stand der Untersuchungen. Weitere Schritte werden nach Abstimmung mit der Bezirkshauptmannschaft Amstetten und den Bürgermeister:innen über die Gemeinden, die OMV Informationsseite und die Ombudsstelle kommuniziert.
Wenn Sie die Ombudsstelle kontaktieren, ist es hilfreich, folgende Informationen bereitzuhalten: Ihre Adresse, eine Telefonnummer für Rückfragen, ob ein privater Brunnen vorhanden ist, wofür dieser genutzt wird und ob ein Anschluss an das öffentliche Trinkwassernetz besteht. Falls Sie bereits von OMV oder einer Fachstelle kontaktiert wurden, teilen Sie dies bitte ebenfalls mit.
Sie erreichen die Ombudsstelle per E-Mail unter omvtanklager@ombudsteam.at oder telefonisch unter +43 677 639 603 92.