PFAS Ombudsstelle Tanklager St. Valentin

Im Umfeld nördlich des OMV Tanklagers St. Valentin werden derzeit in Abstimmung mit der Bezirkshauptmannschaft Amstetten, den zuständigen Fachstellen sowie den Gemeinden St. Valentin, St. Pantaleon-Erla und Ennsdorf vorsorgliche Grundwasseruntersuchungen vorbereitet und durchgeführt.

Seit Jänner 2026 gilt in Österreich ein durch die EU Trinkwasserrichtlinie festgelegter Grenzwert für per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) im Trinkwasser. Er liegt bei 0,1 Mikrogramm pro Liter. Anlass der vorsorglichen Grundwasseruntersuchungen sind erste Messungen im OMV Tanklager St. Valentin, bei denen in einzelnen Grundwasserproben erhöhte Werte an PFAS festgestellt wurden. Diese Befunde müssen fachlich näher eingeordnet werden. PFAS wurden weder im Tanklager St. Valentin noch innerhalb der OMV im Produktionsprozess benutzt oder produziert. Es wurden in der Vergangenheit allerdings PFAS-haltige Löschschäume gemäß ihrer Zulassung eingesetzt.

PFAS sind künstlich hergestellte Industriechemikalien. Sie wurden aufgrund ihrer wasser-, fett- und schmutzabweisenden Eigenschaften in vielen Bereichen eingesetzt, unter anderem in bestimmten Feuerlöschschäumen. PFAS bauen sich in der Umwelt nur sehr langsam ab und werden heute strenger bewertet.

Die Untersuchungen der OMV beziehen sich auf Grundwasser und private Hausbrunnen. Das öffentliche Leitungswasser ist nicht Gegenstand dieser OMV-Untersuchungen. OMV ist nicht Betreiberin der kommunalen Trinkwassernetze; verbindliche Auskünfte zum Leitungswasser erteilen die jeweiligen Gemeinden beziehungsweise Wasserversorger.
  

AKTUELLER STAND | 11. August 2026
Die ersten Ergebnisse der Hausbrunnenuntersuchungen in Raad und Arthof liegen vor. Bei allen untersuchten Brunnen lagen die gemessenen PFAS-Werte unter dem für Trinkwasser geltenden Grenzwert.
Die weitere Vorgehensweise wurde mit den zuständigen Behörden und den Bürgermeister:innen abgestimmt. Die Nutzer:innen der beprobten Brunnen erhalten ihre individuellen Ergebnisse im Laufe der Woche vom 10. bis 16. August 2026.
Diese Ergebnisse beziehen sich ausschließlich auf die bisher untersuchten Brunnen in Raad und Arthof und ausschließlich auf den untersuchten PFAS-Parameter. Sie sind keine abschließende Bewertung des gesamten Prüf- und Sondierungsgebiets und keine allgemeine Aussage zur Trinkwassertauglichkeit der einzelnen Brunnen.
  

In der Woche vom 10. bis 16. August 2026 wird zusätzlich eine zeitgleiche Messrunde an ausgewählten, für das gesamte Prüf- und Sondierungsgebiet repräsentativen Brunnen durchgeführt. Dabei werden auch alle Hausbrunnen in Raad und Arthof nochmals gemessen. Ziel ist ein fachlich vergleichbares Lagebild für das gesamte Gebiet.

Wichtig: Ein Prüf- und Sondierungsbereich ist noch kein abschließend bewertetes betroffenes Gebiet. Eine Kontaktaufnahme bedeutet nicht, dass Ihr Grundstück oder Ihr Brunnen betroffen sein muss. Sie dient dazu, ein vollständigeres Bild der örtlichen Grundwassersituation zu erhalten.

Wenn Sie nicht kontaktiert werden, müssen Sie derzeit nichts weiter tun. Ihre Unterstützung bei einer allfälligen Erhebung hilft, die Situation sachlich und verlässlich zu beurteilen.
Alle weiteren Maßnahmen erfolgen in enger Abstimmung mit der Bezirkshauptmannschaft Amstetten, den zuständigen Fachstellen und den Gemeinden St. Valentin, Ennsdorf und St. Pantaleon-Erla. Die Bevölkerung wird über den weiteren Stand regelmäßig informiert.

Kontakt und Ombudsstelle

Für Fragen hat OMV eine Ombudsstelle eingerichtet. Sie können sich dort melden, wenn Sie wissen möchten, was die Erhebung für Ihren Haushalt bedeutet oder wenn Sie wegen einer Kontaktaufnahme unsicher sind.

Ombudsstelle OMV Tanklager St. Valentin
E-Mail: omvtanklager@ombudsteam.at
Tel.: +43 677 639 603 92

PFAS: Fragen und Antworten

Was sind PFAS?
Was ist der aktuelle Stand in St. Valentin?
Wie hoch sind die PFAS-Werte im Grundwasser?
Was ist der Anlass für die Prüfung?
Die OMV hat nie PFAS produziert.
Ist das öffentliche Trinkwassernetz betroffen?
Gab es erhöhte Werte im Wasser der Umgebung?
Was ist ein Prüf- und Sondierungsbereich?
Welche Bereiche werden zuerst untersucht?
Eine Kontaktaufnahme dient der Vorsorge.
Ohne Kontaktaufnahme müssen Sie nichts tun.
Was passiert bei einer Hausbrunnenerhebung?
Eine Probenahme ist freiwillig und kostenlos.
Wer führt die Probenahmen durch?
Wann liegen Ergebnisse vor?
Leitungswasser kann wie gewohnt genutzt werden.
Sind private Brunnen nutzbar?
Können Kinder im Garten spielen?
Warum wird kein endgültiges Gebiet festgelegt?
Bei erhöhten Werten folgen geprüfte Maßnahmen.
Rolle der Gemeinden und Behörden.
Wie wird die Bevölkerung informiert?
Welche Infos sind für die Ombudsstelle nötig?
Wie erreiche ich die Ombudsstelle?

Infoschreiben

Gemeinsames Schreiben der Gemeinden St. Valentin, Ennsdorf und St. Pantaleon-Erla sowie der OMV Downstream GmbH

  • Information zur vorsorglichen Grundwassersondierung