PFAS Ombudsstelle Tanklager St. Valentin
Im Umfeld nördlich des OMV Tanklagers St. Valentin werden derzeit in Abstimmung mit der Bezirkshauptmannschaft Amstetten, den zuständigen Fachstellen sowie den Gemeinden St. Valentin, St. Pantaleon-Erla und Ennsdorf vorsorgliche Grundwasseruntersuchungen vorbereitet und durchgeführt.
Seit Jänner 2026 gilt in Österreich ein durch die EU Trinkwasserrichtlinie festgelegter Grenzwert für per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) im Trinkwasser. Er liegt bei 0,1 Mikrogramm pro Liter. Anlass der vorsorglichen Grundwasseruntersuchungen sind erste Messungen im OMV Tanklager St. Valentin, bei denen in einzelnen Grundwasserproben erhöhte Werte an PFAS festgestellt wurden. Diese Befunde müssen fachlich näher eingeordnet werden. PFAS wurden weder im Tanklager St. Valentin noch innerhalb der OMV im Produktionsprozess benutzt oder produziert. Es wurden in der Vergangenheit allerdings PFAS-haltige Löschschäume gemäß ihrer Zulassung eingesetzt.
PFAS sind künstlich hergestellte Industriechemikalien. Sie wurden aufgrund ihrer wasser-, fett- und schmutzabweisenden Eigenschaften in vielen Bereichen eingesetzt, unter anderem in bestimmten Feuerlöschschäumen. PFAS bauen sich in der Umwelt nur sehr langsam ab und werden heute strenger bewertet.
Die aktuelle Erhebung bezieht sich auf Grundwasser und private Hausbrunnen. Für Haushalte mit Anschluss an das öffentliche Trinkwassernetz ändert sich durch diese Erhebung nichts beim Leitungswasser.
In den Ortsteilen Raad und Arthof veranlasst OMV in den kommenden Tagen erste Probemessungen. Dazu können OMV Mitarbeiter:innen oder von OMV beauftragte Fachpersonen einzelne Hausbesitzer:innen kontaktieren und um Zustimmung zu einer Probenahme bei einem privaten Hausbrunnen ersuchen. Die Probenahmen sind stichprobenartig, kostenlos und erfolgen nur nach vorheriger Zustimmung. Die Personen können sich ausweisen.
In weiterer Folge wird OMV vorsorglich einen größeren Prüf- und Sondierungsbereich im Raum nördlich des Tanklagers festlegen. Dort sind weitere Erhebungen vorgesehen, insbesondere eine Hausbrunnenerhebung. Dabei wird zunächst aufgenommen, ob ein privater Brunnen vorhanden ist, wofür er genutzt wird und ob eine Probenahme sinnvoll ist.
Wichtig: Ein Prüf- und Sondierungsbereich ist noch kein abschließend bewertetes betroffenes Gebiet. Eine Kontaktaufnahme bedeutet nicht, dass Ihr Grundstück oder Ihr Brunnen betroffen sein muss. Sie dient dazu, ein vollständigeres Bild der örtlichen Grundwassersituation zu erhalten.
Wenn Sie nicht kontaktiert werden, müssen Sie derzeit nichts weiter tun. Ihre Unterstützung bei einer allfälligen Erhebung hilft, die Situation sachlich und verlässlich zu beurteilen.
Alle weiteren Maßnahmen erfolgen in enger Abstimmung mit der Bezirkshauptmannschaft Amstetten, den zuständigen Fachstellen und den Gemeinden St. Valentin, Ennsdorf und St. Pantaleon-Erla. Die Bevölkerung wird über den weiteren Stand regelmäßig informiert.
PFAS: Fragen und Antworten
PFAS ist die Abkürzung für per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen. Diese Stoffgruppe wurde aufgrund ihrer technischen Eigenschaften in vielen Bereichen eingesetzt, unter anderem auch in bestimmten Feuerlöschschäumen. PFAS bauen sich in der Umwelt nur sehr langsam ab. Deshalb werden sie heute besonders genau untersucht und strenger reguliert.
Im Umfeld des OMV Tanklagers St. Valentin werden vorsorgliche Grundwasseruntersuchungen vorbereitet und erste Probenahmen durchgeführt. Hintergrund sind erste Messungen im Tanklager, bei denen in einzelnen Grundwasserproben erhöhte PFAS-Werte festgestellt wurden. Diese Ergebnisse müssen fachlich näher eingeordnet werden.
Ziel ist es, die Situation vor Ort auf einer verlässlichen Datenbasis zu erfassen, auszuwerten und die nächsten Schritte gemeinsam mit der Bezirkshauptmannschaft Amstetten, den zuständigen Fachstellen und den Gemeinden festzulegen.
PFAS wurden weder im Tanklager St. Valentin noch innerhalb der OMV im Produktionsprozess benutzt oder produziert. Es wurden in der Vergangenheit allerdings PFAS-haltige Löschschäume gemäß ihrer Zulassung eingesetzt.
Die aktuelle Erhebung bezieht sich ausschließlich auf Grundwasser und private Hausbrunnen. Für Haushalte mit Anschluss an das öffentliche Trinkwassernetz ändert sich durch diese Erhebung nichts beim Leitungswasser.
Ein Prüf‑ und Sondierungsbereich ist ein vorsorglich betrachtetes Gebiet, in dem zusätzliche Informationen gesammelt werden. Er bedeutet nicht, dass dieses Gebiet schon als betroffen gilt. Die genaue Abgrenzung lässt sich erst festlegen, wenn weitere Daten und Auswertungen vorliegen.
In den Ortsteilen Raad und Arthof führt die OMV erste Probemessungen durch. Anschließend wird vorsorglich ein Prüf‑ und Sondierungsbereich nördlich des Tanklagers festgelegt. Dort sind weitere Hausbrunnenerhebungen geplant.
Eine Kontaktaufnahme bedeutet nicht, dass Ihr Grundstück oder Ihr Brunnen betroffen ist. Sie dient dazu, ein vollständigeres Bild der örtlichen Grundwassersituation zu erhalten.
Wenn Sie nicht kontaktiert werden, müssen Sie derzeit nichts weiter tun. Sollten Sie dennoch konkrete Fragen haben, können Sie sich an die Ombudsstelle wenden.
Zuerst wird erfasst, ob ein Brunnen besteht. Danach wird festgehalten, wie er genutzt wird und ob eine Probenahme sinnvoll erscheint. Eine allfällige Probenahme erfolgt nur nach vorheriger Zustimmung.
Die Probenahmen erfolgen stichprobenartig, kostenlos und NUR nach vorheriger Zustimmung der jeweiligen Hausbesitzer:innen.
Die Kontaktaufnahme und Probenahme erfolgt durch Mitarbeiter:innen der OMV oder durch von OMV beauftragte Fachpersonen. Alle Personen können sich ausweisen.
Die Proben müssen fachlich ausgewertet und mit den zuständigen Stellen eingeordnet werden. Erst danach wird festgelegt, ob, wo und in welcher Form weitere Schritte oder Unterstützung durch OMV erforderlich sind. Die Bevölkerung wird über den weiteren Stand regelmäßig informiert.
Für Haushalte mit Anschluss an das öffentliche Trinkwassernetz ändert sich durch die aktuelle Erhebung nichts bei der Verwendung von Leitungswasser.
Eine pauschale Nutzungseinschränkung für ganze Gemeinden oder Ortsteile wird mit dem derzeitigen Stand dieser Information nicht ausgesprochen. Bei Unsicherheit können Sie sich an die Ombudsstelle wenden. Aktuell werden vorsorgliche Erhebungen durchgeführt.
Die aktuelle Erhebung betrifft Grundwasser und private Hausbrunnen. Wenn Sie nicht kontaktiert werden, müssen Sie derzeit nichts weiter tun. Bei konkreten Fragen zu einzelnen Nutzungen oder zu einem privaten Brunnen wenden Sie sich bitte an die Ombudsstelle.
Weil die aktuelle Datenlage zunächst fachlich verdichtet werden muss. Eine zu frühe Festlegung könnte Grundstücke oder Ortsteile falsch einordnen. Deshalb werden zunächst weitere Erhebungen durchgeführt und die Ergebnisse mit den zuständigen Stellen bewertet.
Sollten weitere erhöhte Werte festgestellt werden, werden diese fachlich bewertet und mit der Bezirkshauptmannschaft Amstetten, den zuständigen Fachstellen und den Gemeinden abgestimmt. Danach wird entschieden, welche weiteren Untersuchungen, Maßnahmen oder Unterstützungen erforderlich sind.
Die weiteren Schritte erfolgen in enger Abstimmung mit der Bezirkshauptmannschaft Amstetten, den zuständigen Fachstellen und den Gemeinden St. Valentin, Ennsdorf und St. Pantaleon-Erla. Ziel ist ein gemeinsames, nachvollziehbares und fachlich abgestimmtes Vorgehen.
Die Bevölkerung wird über die Gemeinden, die OMV Informationsseite und die Ombudsstelle über den weiteren Stand informiert. Wenn Haushalte unmittelbar für eine Erhebung kontaktiert werden, erfolgt dies gezielt und nachvollziehbar.
Wenn Sie die Ombudsstelle kontaktieren, ist es hilfreich, folgende Informationen bereitzuhalten: Ihre Adresse, eine Telefonnummer für Rückfragen, ob ein privater Brunnen vorhanden ist, wofür dieser genutzt wird und ob ein Anschluss an das öffentliche Trinkwassernetz besteht. Falls Sie bereits von OMV oder einer Fachstelle kontaktiert wurden, teilen Sie dies bitte ebenfalls mit.
Sie erreichen die Ombudsstelle per E-Mail unter omvtanklager@ombudsteam.at oder telefonisch unter +43 677 639 603 92.