Ein Blick in die Raffinerie

Illustration Raffinerie

Moderne Raffinerien erfordern kontinuierliche Anpassungen, um zukunftsfähig zu bleiben und Kunden mit hochwertigen Produkten zu versorgen.

Um unsere Kunden kontinuierlich mit hochwertigen Produkten zu versorgen, die allen Nachhaltigkeitsanforderungen entsprechen und zur Reduktion von CO₂‑Emissionen beitragen, entwickeln wir unsere Raffinerien in Schwechat (Österreich), Burghausen (Deutschland) und Petrobrazi (Rumänien) kontinuierlich weiter. 

Dazu zählen Investitionen in Forschung und Entwicklung, die Einführung neuer Produktionspfade sowie die schrittweise Substitution fossiler Rohstoffe durch erneuerbare Alternativen – ohne Abstriche bei Qualität oder Performance. 

All diese Maßnahmen stellen sicher, dass wir zukunftsfit bleiben und unsere Kunden mit den für die Energiewende entscheidenden Produkten zuverlässig versorgen können. 

Wussten Sie? 

Die OMV Raffinerie in Schwechat (Österreich) zählt zu den größten und modernsten Raffinerien Europas. Jährlich werden hier bis zu 9,6 Millionen Tonnen Rohöl verarbeitet, auf einer Fläche von der Größe Monacos.

Zum Vergleich: Würde dieses Volumen per LKW angeliefert, müsste rund um die Uhr alle zwei Minuten ein Tanklastwagen entladen werden.

Traditionelle Raffinerieprozesse

Eine Raffinerie funktioniert im Grunde wie ein großes Labor, in dem Rohöl, abhängig vom gewünschten Endprodukt, verschiedene Verarbeitungsschritte durchläuft: 

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Dies ist der erste Schritt, bei dem das Rohöl erhitzt und entsprechend seiner Siedepunkte in Fraktionen getrennt wird. Durch Verdampfen und anschließendes Kondensieren bei unterschiedlichen Temperaturen entstehen Ströme, aus denen Benzin, Kerosin, Diesel und schwerere Rückstände gewonnen werden.

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Große, schwere Kohlenwasserstoffmoleküle werden in kleinere, leichtere Bestandteile aufgespalten – entweder durch: 

  • thermisches Cracken unter hohen Temperaturen oder 
  • katalytisches Cracken mithilfe eines Katalysators 
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Schwefelverbindungen werden aus den Erdölfraktionen entfernt, um Umweltvorgaben zu erfüllen und die Kraftstoffqualität zu verbessern.

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Der gesamte Prozess, bei dem Rohöl in Endprodukte mit definierten Qualitätsstandards umgewandelt wird. Dabei kommen mehrere komplexe Schritte zum Einsatz, um Leistungsfähigkeit, Stabilität und Umweltverträglichkeit der Produkte zu verbessern.

OMV gehört zu den ersten Unternehmen in Europa, die Co‑Processing im industriellen Maßstab einsetzen.

Weiterentwicklung durch Co‑Processing 

Co‑Processing ist eine innovative Schlüsseltechnologie, die es uns ermöglicht, Ihnen nachhaltigere Kraftstoffe bereitzustellen – mit Eigenschaften, die denen konventioneller fossiler Kraftstoffe entsprechen oder diese sogar übertreffen. 
So unterstützen wir Sie dabei, Ihren CO₂‑Fußabdruck zu reduzieren, ohne Kompromisse bei Qualität oder Leistung einzugehen – und machen Ihre Prozesse noch zukunftsfähiger. 

Die Vorteile von Co‑Processing 

  • Effiziente Integration der Produktion hochwertiger Biokraftstoffe in den Raffinerieprozess 
  • Flexible Nutzung nachhaltiger Rohstoffe – von heimischem Rapsöl über gebrauchtes Speiseöl bis hin zu vielversprechenden Algenölen 
  • Hochwertige Kraftstoffe mit Eigenschaften, die konventionellen fossilen Produkten entsprechen oder diese sogar übertreffen können 
  • Wichtiger Beitrag zur Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien im Mobilitätssektor 

Safety First: Für Ihren Schutz und reibungslose Abläufe 

Raffinerien sind komplexe Umgebungen, in denen teilweise mit gefährlichen oder entzündlichen Stoffen gearbeitet wird. 

Um alle Personen – vor Ort und darüber hinaus – zu schützen und gleichzeitig einen störungsfreien Betrieb sicherzustellen, befolgen wir strenge Sicherheitsregeln, die Risiken in jeder Situation minimieren. 

Unser Leitsatz ist eindeutig: "Wenn eine Aufgabe nicht sicher durchgeführt werden kann, wird sie nicht durchgeführt." Denn die Sicherheit aller Beteiligten und die Kontinuität Ihrer Betriebsabläufe haben für uns oberste Priorität.